Gold als Altersvorsorge

Die private Altersvorsorge hat eine enorme Bedeutung zur Sicherung des Lebensstandards nach dem Eintritt ins Rentenalter. Eine stabile Absicherung durch die staatlichen Rentenkassen erscheint aufgrund des demografischen Wandels in der Zukunft fraglich. Bereits in der heutigen Zeit müssen zahlreiche Rentner finanzielle Abstriche machen und ihre Lebensgewohnheiten mit der Beendigung der Erwerbstätigkeit umstellen. Als ein Mittel zur privaten Vorsorge im Alter erlangt das Edelmetall Gold zunehmende Bedeutung.

Gold – die Krisenwährung

Gold besitzt den Ruf, als sogenannte Krisenwährung in Zeiten mit unsicheren Zukunftsaussichten zu fungieren. Das hat einen plausiblen Grund. Verlieren die Menschen das Vertrauen in eine Währung und befürchten eine Inflation, gewinnen wertbeständige Sachwerte eine größere Bedeutung. Immobilien, Antiquitäten und Edelmetalle verzeichnen in diesem Umfeld Wertzuwächse. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 leiden verschiedene Währungen weltweit an einem Vertrauensverlust. Befeuert durch immer neue Rettungsmaßnahmen für finanziell angeschlagene Länder durch die Zentralbanken, werden Inflationsängste in breiten Teilen der Bevölkerung geschürt. Das hatte zur Folge, dass sich der Wert des Edelmetalls Gold in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt hat.

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis

Geld in Gold anlegenAnders als bei anderen Geldanlagen erhalten Anleger bei einer Investition in Gold kein Renditeversprechen. Auf den Goldpreis wird keine Dividende gezahlt und es erfolgt keine Verzinsung. Der Wertzuwachs ergibt sich allein aus einem Ansteigen des weltweiten Goldpreises. Diese Situation birgt sowohl Chancen als auch Risiken. Lässt die weltweite Nachfrage nach dem Edelmetall nach, sind sinkende Notierungen die Folge. Steigt der globale Bedarf an Gold, kann mit weiter steigenden Kursen gerechnet werden. Experten raten für die private Altersvorsorge, einen etwa zehnprozentigen Anteil des Vermögens in Edelmetallen anzulegen. Physisch vorhandenes Gold besitzt zudem den Vorteil, unabhängig von der wirtschaftlichen Lage, schell verkauft werden zu können. Auf diese Weise ist ein hohes Maß an Liquidität jederzeit gesichert.

Goldbarren, Goldaktien, Goldzertifikate: Die Geldanlage in Gold

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Teil des Vermögens für die Altersvorsorge in Gold anzulegen. Am einfachsten ist der Erwerb von Goldbarren, Münzen oder Goldschmuck. Interessenten können Goldbarren in verschiedenen Größen bei ihrer Bank erwerben. Kleinere Barren bis zu einem Gewicht von 100 Gramm werden gestanzt, größere werden gegossen. Goldbarren bestehen aus Feingold. Der Kauf von Goldbarren oder Goldmünzen ist mehrwertsteuerfrei, wenn das Edelmetall als Anlagegold klassifiziert ist. Da Gold ein physischer Wertgegenstand ist und keine Zinsen einbringt, fällt auch keine Einkommenssteuer an. Aus Sicherheitsgründen sollte physisches Gold nicht in der eigenen Wohnung aufbewahrt werden. Besser geeignet ist die Aufbewahrung in einem Bankschließfach. Eine Alternative zum Erwerb physischen Goldes ist die Investition in Goldminenaktien. Der Anleger profitiert in diesem Fall von der Kursentwicklung der Aktie bei einem steigenden Goldpreis. Durch einen Wertzuwachs beim Edelmetall verzeichnet das Unternehmen höhere Gewinne. Die Folge sind ein steigender Aktienkurs und eine sichere Dividende. Goldzertifikate sind zur Altersvorsorge eher ungeeignet. Diese Finanzinstrumente werden von kurzfristig orientierten Anlegern bevorzugt, die auf einen steigenden oder fallenden Goldpreis in einem bestimmten Zeitraum setzen.

Die Wertentwicklung des Goldes in der Zukunft

Die Expertenmeinungen über die weitere Wertentwicklung des Edelmetalls gehen weit auseinander. Einige halten Gold seit einiger Zeit für überbewertet, andere sehen weitere Kurssteigerungen in der nächsten Zukunft. In der Tat sprechen viele Argumente für einen weiteren Wertzuwachs. Das Schnüren immer neuer Rettungspakete durch die EZB und den Internationalen Währungsfonds zur Sanierung maroder Staatshaushalte sorgt für steigende Inflationsgefahren. Gold als Krisenwährung gilt vor diesem Hintergrund als sicherer Hafen. In den aufstrebenden Ländern China, Indien, Brasilien und Russland bildet sich mit zunehmendem wirtschaftlichen Wohlstand eine neue Ober- und Mittelschicht heraus. Erfahrungswerte belegen, dass in diesen Bevölkerungsschichten die Nachfrage nach Gold und anderen Edelmetallen als Schmuck oder Geldanlage steigt. Die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung in afrikanischen und arabischen Staaten stützen ebenfalls den Goldpreis.

Als ein Bestandteil der Altersvorsorge besitzt das Edelmetall Gold seine Berechtigung. Inflationsgefahren können gelassener betrachtet werden und die permanente Möglichkeit der Veräußerung garantiert ein hohes Maß an Liquidität im Rentenalter.

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