Konservative Geldanlagen – der große Wandel?

Es ist und bleibt kompliziert für den Anleger, Finanzprodukte zu finden, mit denen in der momentanen Phase vernünftige Renditen zu erzielen sind. Die Anlagezinsen und letzten Endes die Renditen, die in den Zeiten von Niedrigzinspolitik der internationalen Zentralbanken zu erreichen sind, präsentieren sich alles andere als üppig und lukrativ. Doch es gibt Tipps und Wege, wie Anleger doch ganz gute Ergebnisse erwirtschaften können. Das dabei ausgerechnet wieder Aktien eine Rolle spiele kommt allerdings längst nicht bei jedem Verbraucher gut an.

Krise in den Euro-Ländern noch nicht überstanden

GeldanlageEiner, der es wissen muss, ist der Chefvolkswirt aus dem Hause Merck Finck, Josef Kaesmeier. Er weist aktuell in Interviews zunächst einmal darauf hin, dass es sich trotz des derzeitigen Höhenflugs des Deutschen Aktienindex in gewisser Weise um die Ruhe vor dem Sturm handeln könnte. Schon bald könnte ein neuer Worst Case – etwa eine erneute dramatisch Schieflage im Euro-Land Spanien – Rettungsmaßnahmen erforderlich machen. Ein solches Szenario könnte dazu führen, dass die Börsen wenigstens vorübergehend wieder in einen gegenteiligen Trend verfallen. Generell aber sei, so Kaesmeier, davon auszugehen, dass die EZB solche möglichen Probleme zügig in den Griff bekommen wird. Das Jahr 2012 habe gezeigt, dass an der Börse trotz gelegentlicher Rückschläge gerade auch mit Blick auf den DAX Gewinne winken können.

Neue Märkte als interessante Investitionsfelder mit Zukunft

Ganz zu schweigen vom Anleihensektor. Gerade an den so genannten „Emerging Markets“, an denen die jeweiligen lokalen Währungen zugrunde gelegt werden, verbuchte mancher wagemutige Anleger stattliche Gewinne. Letztlich sind solche Investments – anders als bei sicheren Modellen wie deutschen Bundesanleihen – nichts für Anleger, die auf ihr Geld wirklich jederzeit angewiesen sein können oder ein hohes Mass an Sicherheit voraussetzen. Von italienischen oder spanischen Anleihen ist also bei mangelnder Spekulationsbereitschaft abzuraten. Von konservativen Geldanlagen kann an dieser Stelle beim besten Wissen nicht mehr die Rede sein. Wem es jedoch vor allem um den Inflationsausgleich bei einem immerhin ansehnlichen Gewinn geht, kann mit Euro-Anlagen nach Auffassung vieler Finanzprofis durchaus den Weg zurück aufs Börsenparkett finden.

Anleihen- und Aktienmix im Depot, gespickt mit Gold-Reserven

Auch solide deutsche Aktien werden Anlegern empfohlen, die ihre Ersparnisse eher konservativ investieren möchten. Gute Gewinne winken hier in der Regel in Form von KIursgewinnen und Dividendenzahlungen von Seiten der Unternehmen. Anleger sollten einen Mittelweg finden und  ein Mischungsverhältnis aus 50 Prozent in Aktien und 50 Prozent in Anleihen wählen. Fraglich aus heutiger Sicht, in welcher Weise die Emerging Markets in den kommenden Jahren für ein neues Kräfteverhältnis sorgen könnten. Eine Risikostreuung wird bei den Aktien etwa durch internationale Gewichtungen erreicht. Auch börsengehandelte Indexfonds („ETFs“) können sich lohnen. Das gilt weiterhin auch für Gold. Es sollte aus Expertensicht im Prinzip in keinem Depot fehlen. Noch scheint das Ende des Booms beim Edelmetall nicht absehbar. Ein Anteil von einem Zehntel am Depot-Gesamtvolumen wird hier empfohlen.

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