Nische im Immobilienmarkt: Renditechancen mit Garagen

Fahrzeugbesitzer in den Städten kennen das Problem: Parkplätze sind knapp und sichere Stellflächen sind Mangelware. Neben der lästigen Parkplatzsuche in den Innenstädten treibt die Auto- und Motorradfahrer die ständige Angst vor Vandalismus um – ein ärgerliches Phänomen, mit dem schon viele Fahrzeugbesitzer Bekanntschaft schließen mussten. Zahlreiche Auto- und Motorradbesitzer suchen verzweifelt nach einer sicheren Abstellmöglichkeit für den fahrbaren Untersatz und sind bereit, dafür tief in die Tasche zu greifen.

Attraktive Renditen mit Garagen

Rendite mit GaragenDie Finanzkrise hat in Deutschland einen wahren Immobilienboom ausgelöst. Der Run auf das Betongold ist bis heute ungebrochen. Die starke Nachfrage insbesondere in den Stadtkernen deutscher Großstädte hat zu einem rasanten Preisanstieg bei Eigentumswohnungen geführt. Die Mietpreise stiegen zwar ebenfalls, hielten aber mit dem Tempo der Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen nicht Schritt. Die Folge: Die erwirtschafteten Renditen durch die Mieteinnahmen bezogen auf den Kaufpreis fallen stetig und liegen in Metropolen wie München, Berlin, Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf oder Köln nur noch zwischen 3 und 3,5 Prozent. Garagen waren von dieser Entwicklung bisher nicht oder kaum betroffen. Die Preise liegen weiterhin in einem Bereich, der das Erwirtschaften von 5-7 Prozent Rendite möglich macht. Dieter Thomaschowski, Inhaber des Analysehauses Thomaschowski Research & Advisory in Erkrath sagte dazu: „Mit Garagen lassen sich dadurch im Vergleich zu Eigentumswohnungen sehr viel attraktivere Renditen bei minimalem Risiko erzielen.”

Geringe Nachfrage hält die Preise niedrig

Die vergleichsweise niedigen Preise für Stellplätze in den Innenstädten haben ihre Ursache in der noch verhaltenen Nachfrage. Viele Wohnungsbaugesellschaften stehen unter hohem Kostendruck und verkaufen ihre Garagen in Hinterhöfen. Sie benötigen dringend frisches Kapital für Sanierungsmaßnahmen und Neubauten. Daneben kommen Garagen von Bauträgern auf den Markt, die beispielsweise bei Mehrfamilienhäusern verpflichtet sind, pro Wohneinheit zwei Stellplätze in der Tiefgarage anzubieten. Wenn die jeweiligen Käufer einer Eigentumswohnung nur einen Stellplatz benötigen, werden die restlichen Bestände auf dem freien Markt angeboten. In den Immobilienabteilungen regional agierender Sparkassen und Genossenschaftsbanken werden mitunter ganze Pakete von Garagenstellplätzen angeboten. Eine andere Ursache für niedrige Preise für Stellplätze liegt in der geringen Nachfrage. Die meisten Immobilienanleger halten sich in diesem Segment zurück, weil das Potenzial schlicht noch nicht erkannt wurde.

Garagen als risikoarmes Investment

Für die Investition in Garagen spricht, dass in diesem Immobiliensegment kein Mietspiegel existiert. Die Mietpreise können aus diesem Grund jederzeit erhöht werden. Ein weiteres Argument für die Investition in Stellplätze ist das geringe Schadensrisiko. Tropfende Wasserhähne oder defekte Heizungsanlagen, die den Wohnungsvermieter belasten, gibt es in der Garage nicht. Darüber hinaus ist mit diesem Investment eine hohe Risikostreuung möglich. Ein Garagenstellplatz in einer deutschen Großstadt kostet nur den Bruchteil des Betrages, der für eine Eigentumswohnung aufzubringen ist. Investoren können für den gleichen Preis locker 20 oder mehr Stellplätze erwerben. Kommt ein Mieter seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach, bleiben immer noch die Einnahmen aus den restlichen Mietverträgen. Diesen Luxus genießt der Besitzer einer vermieteten Eigentumswohnung nicht. Zahlt der Mieter nicht, fällt die Immobilie als Einnahmequelle zunächst komplett aus. Zwar kann der Vermieter auf Kündigung des Mietverhältnisses klagen, doch diese Prozesse können sich mitunter über mehrere Monate hinziehen mit den entsprechenden finanziellen Einbußen für den Besitzer der Eigentumswohnung. Der Garagenstellplatz kann hingegen jederzeit ohne die Nennung von Gründen gekündigt werden.

Schlagworte: ,