Riester-Bausparen im Trend

Durch die Auswirkungen und die Dauer der Eurokrise wird bei vielen Verbrauchern der Wunsch nach den eigenen vier Wänden verstärkt. Waren es früher überwiegend Rentenversicherungen und Fonds, die zur Erlangung der optimalen Riester-Förderung dienten, so hat sich der Trend klar zu Gunsten von riestergeförderten Bausparverträgen gewandelt. Grundsätzlich kann man sagen das Bausparverträge erste Wahl sind, und Rentenversicherungen nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Es geht sogar so weit das man feststellen muss, das im zweiten Quartal 2012 kaum noch jemand eine förderberechtigte Rentenversicherung abgeschlossen hat. 80 Prozent aller in Deutschland in diesem Zeitraum abgeschlossene Riester-Verträge waren Bausparverträge und Immobilienfinanzierungen.

Im Gegensatz zu den Rentenversicherungen spielt bei Bausparverträgen nicht die spätere Möglichkeit einer zusätzlichen Rentenzahlung eine Rolle, vielmehr geht es hierbei um eine günstige, bezahlbare Immobilienfinanzierung in der nahen Zukunft. Dafür ist ein riestergeförderter Bausparvertrag alternativlos.

WohnriesterDas Prinzip ist denkbar einfach. Der potenzielle Immobilieninteressent sichert sich in erster Linie ein zinsgünstiges Baudarlehen. Der Darlehenszinssatz, meist in einer Spanne von 2,5 bis 4,25 Prozent, steht bei Abschluss fest und ist auch für später garantiert. Durch die Besparung des Bausparvertrages wird gleichzeitig, das für einen solide Finanzierung nötige Eigenkapital angesammelt. Gleichzeitig kann vom ersten Tag der Laufzeit an die staatliche Förderung beantragt und beansprucht werden. Auf der einen Seite wird Eigenkapital angespart und auf der anderen Seite erwirbt der Verbraucher einen  Anspruch auf ein Niedrigzinsdarlehen in der Zukunft.

Wie bei jeder Dienstleistung hat auch die Entscheidung für einen Riester-Bausparvertrag seinen Preis. Bausparer müssen zunächst einmal die erforderlichen Mindestbesparungen, meist 40 bis 50 Prozent von der Bausparsumme aufbringen, das heißt ansparen. Je nach Höhe und Geschwindigkeit der einzelnen Zahlungen wird dann die Bewertungszahl ermittelt. Erst wenn diese erreicht wird, ist es möglich auch über das Darlehen zu verfügen. Zu berücksichtigen wären dann auch noch einige Gebühren die bei den verschiedenen Bausparkassen unterschiedlich hoch ausfallen können. Das wären beispielsweise die Abschlussgebühr oder bei einigen Instituten auch die Kontoführungsgebühren. Die Verzinsung des Guthabens liegt zur Zeit etwa auf dem Niveau von Sparplänen und dürften 1,5 Prozent nicht übersteigen.

Fazit:
Unter dem Strich kann man sagen das Bausparer zwar in der Ansparphase keine allzu hohen Zinserträge erhalten. Jedoch dürfte die Aussicht auf ein günstiges Darlehen nach Zuteilung zu einem deutlichen Vorteil gegenüber einer herkömmlichen Finanzierungsart führen. Dies vor allem auch unter dem Aspekt der möglichen lukrativen staatlichen Fördermittel.

 

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